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Mittwoch, März 23, 2011

Day 50.

Well, well, well. I survived yet another semester! Thank you Professor Jean and classmates. I've learned a lot of things in our class, hopefully, you guys did too! Here's a snapshot of the class' goofiness. 


Click the image to enlarge


Of course, I am not there. Behind the scenes - as usual. Have a great summer everyone!



Dienstag, März 22, 2011

Day 49. Übungen 8 (Berlin sehen) endet

And the chapter ends! Much of Chapter 8 is about Berlin, the capital city of Germany. Of course, with the global network, it is much easier to familiarize ourselves with many sights to see in Berlin - virtually speaking. Here are some useful links from the web to help anyone traveling to Berlin in the future. Click on the links, then go book your ticket. Gute Fahrt!


visitBerlin - The official tourism portal for the visitors to the German capital.
Lonely Planet - Berlin travel information and travel guide by Lonely Planet.
Sightseeing tours - Wunderwald Berlin city tour, with downloadable price list in PDF format.
Word Travels - Berlin travel guide with travel reviews on sightseeing, attractions, restaurants, shopping, events and much more.



Freitag, März 18, 2011

Day 48. Die Exkursion

One of the last few pages left for our class i Chapter 8 (Berlin sehen) is about sight-seeing. Here are two texts from two tourists who went on an excursion to Berlin.


(Seite 28 auf Kursbuch).


Tanja Cherbatova


Tanja finder Berlin super. Die Exkursion hat ihr Spaß gemacht, der Flohmarkt, die Disko, der Postdamer Platz. „Berlin ist sehr modern“, sagt sie. Das gefällt ihr. In der Gruppe was eine tolle Atmosphäre. Das ist auch gut für das Studium.


Marcel Schreiber


Marcel findet Berlin-Exkursion auch toll, aber kurz. Man braucht mehr Zeit für die Stadt. Er will wieder nach Berlin fahren. Er interessiert sich für Architektur. Modern, klassisch, alt, neu - hier gibt es alles. Er hat ein Fahrad gemietet und war abends unterwegs. Marcel hat 200 Fotos gemacht.

Donnerstag, März 17, 2011

Day 47. Film Showing of Goodbye Lenin!

Goodbye Lenin! is another award-winning German movie released in 2003 about a young man trying to protect his fragile mother from a fatal shock after a  coma that changed his family's life and his altogether.  Alexander Kerner, played by Daniel Brühl,  decided that he must keep his mother from knowing that the nation of East Germany as she knew it has changed. Set in the 1990s, the film touches remarkable and historical events such as the fall of the Berlin Wall, the rise of capitalism, and the German Democratic Republic (GDR). The movie was written by Wolfgang Becker and Bernd Lichtenberg, and creatively directed by Becker. Katrin Sass, Chulpan Khamatova, Maria Simon and Alexander Beyer also star in this tragic-comedy film. It won the hearts of the local and international critics and claimed Bodil Awards' Best Non-American Film (2004); France's César Awards' Best European Union Film (2004); Directors Guild of Great Britain's Outstanding Directorial Achievement in Foreign Language Film (2004); and garnered Best Actor, Best Actress, and Best Director from European Film Awards (2003) amongst several more categories. It was also the recipient of German Film Awards' German Film of the Year (2003).






✎ Goodbye Lenin! is one of my most favorite German movies. I find Becker's ability to center on differing ideologies through the portrayal of an East German family's fate after the reunification of Germany staggeringly appealing. I think Becker was able to catch, and delicately embroider the political tension, family values, and chunks of German history into a witty screenplay, with emphasis on not just comedy but shrewd drama.  







Dienstag, März 15, 2011

Day 46. Der Geburtstag von Angely

It's her birthday! My long-time bestfriend, Angely, turns 23 today. We have been there for each other for more than 10 years now and though we rarely see each other this past months, we kept in touch - until today! Alles Gute zum Geburtstag!






✎She wanted me to teach her some basic German, so this post is actually dedicated to her. I also wrote her a short letter, auf Deutsch, but its too personal to post here. For the meantime, here are some useful German phrases for you, Angely!



Hello!
Hallo!
Good morning.
Guten Morgen.
Good afternoon.
Guten Tag.
Good evening.
Guten Abend.
Good night!
Gute Nacht!
How are you?
Wie geht es Ihnen? (formal)

Wie gehts? (informal)
I'm good/so-so.
Es gehts mir gut/so lala.
Thank you!
Danke!
You're welcome.
Gern geschehen.
Good luck.
Alles Gute or Viel Glück.
Goodbye!
Auf Wiedersehen or Tchuß or Ciao!*



And what's a birthday without a birthday song?!







*Young people often use.

Mittwoch, März 09, 2011

Day 45. Schneewitchen und die Gebrüder Grimm

The class will be participating on the German Week activities prepared by the Deutscher Verein this month.

Our chosen tale for the Märschenspielwettbewerb is Schneewitchen. Here is the original version in German, from http://gutenberg.spiegel.de/buch/754/65. For the English version, click here to redirect.

Schneewittchen

Es war einmal mitten im Winter, und die Schneeflocken fielen wie Federn vom Himmel herab. Da saß eine Königin an einem Fenster, das einen Rahmen von schwarzem Ebenholz hatte, und nähte. Und wie sie so nähte und nach dem Schnee aufblickte, stach sie sich mit der Nadel in den Finger, und es fielen drei Tropfen Blut in den Schnee. Und weil das Rote im weißen Schnee so schön aussah, dachte sie bei sich: Hätt' ich ein Kind, so weiß wie Schnee, so rot wie Blut und so schwarz wie das Holz an dem Rahmen! Bald darauf bekam sie ein Töchterlein, das war so weiß wie Schnee, so rot wie Blut und so schwarzhaarig wie Ebenholz und ward darum Schneewittchen (Schneeweißchen) genannt. Und wie das Kind geboren war, starb die Königin. Über ein Jahr nahm sich der König eine andere Gemahlin. Es war eine schöne Frau, aber sie war stolz und übermütig und konnte nicht leiden, daß sie an Schönheit von jemand sollte übertroffen werden. Sie hatte einen wunderbaren Spiegel; wenn sie vor den trat und sich darin beschaute, sprach sie:
»Spieglein, Spieglein an der Wand,
Wer ist die Schönste im ganzen Land?«

so antwortete der Spiegel:
»Frau Königin, Ihr seid die Schönste im Land.«

Da war sie zufrieden, denn sie wußte, daß der Spiegel die Wahrheit sagte. Schneewittchen aber wuchs heran und wurde immer schöner, und als es sieben Jahre alt war, war es so schön, wie der klare Tag und schöner als die Königin selbst. Als diese einmal ihren Spiegel fragte:
»Spieglein, Spieglein an der Wand,
Wer ist die Schönste im ganzen Land?«

so antwortete er:
»Frau Königin, Ihr seid die Schönste hier,
Aber Schneewittchen ist tausendmal schöner als Ihr.«

Da erschrak die Königin und ward gelb und grün vor Neid. Von Stund an, wenn sie Schneewittchen erblickte, kehrte sich ihr das Herz im Leibe herum, so haßte sie das Mädchen. Und der Neid und Hochmut wuchsen wie ein Unkraut in ihrem Herzen immer höher, daß sie Tag und Nacht keine Ruhe mehr hatte. Da rief sie einen Jäger und sprach: »Bring das Kind hinaus in den Wald, ich will's nicht mehr vor meinen Augen sehen. Du sollst es töten und mir Lunge und Leber zum Wahrzeichen mitbringen.« Der Jäger gehorchte und führte es hinaus, und als er den Hirschfänger gezogen hatte und Schneewittchens unschuldiges Herz durchbohren wollte, fing es an zu weinen und sprach: »Ach, lieber Jäger, laß mir mein Leben! Ich will in den wilden Wald laufen und nimmermehr wieder heimkommen.« Und weil es gar so schön war, hatte der Jäger Mitleiden und sprach: »So lauf hin, du armes Kind!« Die wilden Tiere werden dich bald gefressen haben, dachte er, und doch war's ihm, als wäre ein Stein von seinem Herzen gewälzt, weil er es nicht zu töten brauchte. Und als gerade ein junger Frischling dahergesprungen kam, stach er ihn ab, nahm Lunge und Leber heraus und brachte sie als Wahrzeichen der Königin mit. Der Koch mußte sie in Salz kochen, und das boshafte Weib aß sie auf und meinte, sie hätte Schneewittchens Lunge und Leber gegessen.

Nun war das arme Kind in dem großen Wald mutterseelenallein, und ward ihm so angst, daß es alle Blätter an den Bäumen ansah und nicht wußte, wie es sich helfen sollte. Da fing es an zu laufen und lief über die spitzen Steine und durch die Dornen, und die wilden Tiere sprangen an ihm vorbei, aber sie taten ihm nichts. Es lief, so lange nur die Füße noch fortkonnten, bis es bald Abend werden wollte. Da sah es ein kleines Häuschen und ging hinein, sich zu ruhen. In dem Häuschen war alles klein, aber so zierlich und reinlich, daß es nicht zu sagen ist. Da stand ein weißgedecktes Tischlein mit sieben kleinen Tellern, jedes Tellerlein mit seinem Löffelein, ferner sieben Messerlein und Gäblelein und sieben Becherlein. An der Wand waren sieben Bettlein nebeneinander aufgestellt und schneeweiße Laken darüber gedeckt. Schneewittchen, weil es so hungrig und durstig war, aß von jedem Tellerlein ein wenig Gemüs' und Brot und trank aus jedem Becherlein einen Tropfen Wein; denn es wollte nicht einem alles wegnehmen. Hernach, weil es so müde war, legte es sich in ein Bettchen, aber keins paßte; das eine war zu lang, das andere zu kurz, bis endlich das siebente recht war; und darin blieb es liegen, befahl sich Gott und schlief ein.

Als es ganz dunkel geworden war, kamen die Herren von dem Häuslein, das waren die sieben Zwerge, die in den Bergen nach Erz hackten und gruben. Sie zündeten ihre sieben Lichtlein an, und wie es nun hell im Häuslein ward, sahen sie, daß jemand darin gesessen war, denn es stand nicht alles so in der Ordnung, wie sie es verlassen hatten. Der erste sprach: »Wer hat auf meinem Stühlchen gesessen?« Der zweite: »Wer hat von meinem Tellerchen gegessen?« Der dritte: »Wer hat von meinem Brötchen genommen?« Der vierte: »Wer hat von meinem Gemüschen gegessen?« Der fünfte: »Wer hat mit meinem Gäbelchen gestochen?« Der sechste: »Wer hat mit meinem Messerchen geschnitten?« Der siebente: »Wer hat aus meinem Becherlein getrunken?« Dann sah sich der erste um und sah, daß auf seinem Bett eine kleine Delle war, da sprach er: »Wer hat in mein Bettchen getreten?« Die anderen kamen gelaufen und riefen: »In meinem hat auch jemand gelegen!« Der siebente aber, als er in sein Bett sah, erblickte Schneewittchen, das lag darin und schlief. Nun rief er die andern, die kamen herbeigelaufen und schrien vor Verwunderung, holten ihre sieben Lichtlein und beleuchteten Schneewittchen. »Ei, du mein Gott! Ei, du mein Gott!« riefen sie, »was ist das Kind so schön!« Und hatten so große Freude, daß sie es nicht aufweckten, sondern im Bettlein fortschlafen ließen. Der siebente Zwerg aber schlief bei seinen Gesellen, bei jedem eine Stunde, da war die Nacht herum. Als es Morgen war, erwachte Schneewittchen, und wie es die sieben Zwerge sah, erschrak es. Sie waren aber freundlich und fragten: »Wie heißt du?« »Ich heiße Schneewittchen«, antwortete es. »Wie bist du in unser Haus gekommen?« sprachen weiter die Zwerge. Da erzählte es ihnen, daß seine Stiefmutter es hätte wollen umbringen lassen, der Jäger hätte ihm aber das Leben geschenkt, und da wär' es gelaufen den ganzen Tag, bis es endlich ihr Häuslein gefunden hätte. Die Zwerge sprachen: »Willst du unsern Haushalt versehen, kochen, betten, waschen, nähen und stricken, und willst du alles ordentlich und reinlich halten, so kannst du bei uns bleiben, und es soll dir an nichts fehlen.« »Ja«, sagte Schneewittchen, »von Herzen gern!« und blieb bei ihnen. Es hielt ihnen das Haus in Ordnung. Morgens gingen sie in die Berge und suchten Erz und Gold, abends kamen sie wieder, und da mußte ihr Essen bereit sein. Den ganzen Tag über war das Mädchen allein; da warnten es die guten Zwerglein und sprachen: »Hüte dich vor deiner Stiefmutter, die wird bald wissen, daß du hier bist; laß ja niemand herein!« Die Königin aber, nachdem sie Schneewittchens Lunge und Leber glaubte gegessen zu haben, dachte nicht anders, als sie wäre wieder die Erste und Allerschönste, trat vor ihren Spiegel und sprach:
»Spieglein, Spieglein. an der Wand,
Wer ist die Schönste im ganzen Land?«

Da antwortete der Spiegel:
»Frau Königin, Ihr seid die Schönste hier,
Aber Schneewittchen über den Bergen
Bei den sieben Zwergen
Ist noch tausendmal schöner als Ihr.«

Da erschrak sie, denn sie wußte, daß der Spiegel keine Unwahrheit sprach, und merkte, daß der Jäger sie betrogen hatte und Schneewittchen noch am Leben war. Und da sann und sann sie aufs neue, wie sie es umbringen wollte; denn so lange sie nicht die Schönste war im ganzen Land, ließ ihr der Neid keine Ruhe. Und als sie sich endlich etwas ausgedacht hatte, färbte sie sich das Gesicht und kleidete sich wie eine alte Krämerin und war ganz unkenntlich. In dieser Gestalt ging sie über die sieben Berge zu den sieben Zwergen, klopfte an die Türe und rief: »Schöne Ware feil! feil!« Schneewittchen guckte zum Fenster hinaus und rief: »Guten Tag, liebe Frau! Was habt Ihr zu verkaufen?« »Gute Ware«, antwortete sie, »Schnürriemen von allen Farben«, und holte einen hervor, der aus bunter Seide geflochten war. Die ehrliche Frau kann ich hereinlassen, dachte Schneewittchen, riegelte die Türe auf und kaufte sich den hübschen Schnürriemen. »Kind«, sprach die Alte, »wie du aussiehst! Komm, ich will dich einmal ordentlich schnüren.« Schneewittchen hatte kein Arg, stellte sich vor sie und ließ sich mit dem neuen Schnürriemen schnüren. Aber die Alte schnürte geschwind und schnürte so fest, daß dem Schneewittchen der Atem verging und es für tot hinfiel. »Nun bist du die Schönste gewesen«, sprach sie und eilte hinaus. Nicht lange darauf, zur Abendzeit, kamen die sieben Zwerge nach Haus; aber wie erschraken sie, als sie ihr liebes Schneewittchen auf der Erde liegen sahen, und es regte und bewegte sich nicht, als wäre es tot. Sie hoben es in die Höhe, und weil sie sahen, daß es zu fest geschnürt war, schnitten sie den Schnürriemen entzwei; da fing es an ein wenig zu atmen und ward nach und nach wieder lebendig. Als die Zwerge hörten, was geschehen war, sprachen sie: »Die alte Krämerfrau war niemand als die gottlose Königin. Hüte dich und laß keinen Menschen herein, wenn wir nicht bei dir sind!« Das böse Weib aber, als es nach Haus gekommen war, ging vor den Spiegel und fragte:

»Spieglein, Spieglein an der Wand,
Wer ist die Schönste im ganzen Land?»

Da antwortete er wie sonst:
»Frau Königin, Ihr seid die Schönste hier,
Aber Schneewittchen über den Bergen
Bei den sieben Zwergen
Ist noch tausendmal schöner als Ihr.«

Als sie das hörte, lief ihr alles Blut zum Herzen, so erschrak sie, denn sie sah wohl, daß Schneewittchen wieder lebendig geworden war. »Nun aber«, sprach sie«, will ich etwas aussinnen, das dich zugrunde richten soll«, und mit Hexenkünsten, die sie verstand, machte sie einen giftigen Kamm. Dann verkleidete sie sich und nahm die Gestalt eines anderen alten Weibes an. So ging sie hin über die sieben Berge zu den sieben Zwergen, klopfte an die Türe und rief: »Gute Ware feil! feil!« Schneewittchen schaute heraus und sprach: »Geht nur weiter, ich darf niemand hereinlassen!« »Das Ansehen wird dir doch erlaubt sein«, sprach die Alte, zog den giftigen Kamm heraus und hielt ihn in die Höhe. Da gefiel er dem Kinde so gut, daß es sich betören ließ und die Türe öffnete. Als sie des Kaufs einig waren, sprach die Alte: »Nun will ich dich einmal ordentlich kämmen.« Das arme Schneewittchen dachte an nichts, ließ die Alte gewähren, aber kaum hatte sie den Kamm in die Haare gesteckt, als das Gift darin wirkte und das Mädchen ohne Besinnung niederfiel. »Du Ausbund von Schönheit«, sprach das boshafte Weib, »jetzt ist's um dich geschehen«, und ging fort. Zum Glück aber war es bald Abend, wo die sieben Zwerglein nach Haus kamen. Als sie Schneewittchen wie tot auf der Erde liegen sahen, hatten sie gleich die Stiefmutter in Verdacht, suchten nach und fanden den giftigen Kamm. Und kaum hatten sie ihn herausgezogen, so kam Schneewittchen wieder zu sich und erzählte, was vorgegangen war. Da warnten sie es noch einmal, auf seiner Hut zu sein und niemand die Türe zu öffnen. Die Königin stellte sich daheim vor den Spiegel und sprach:

»Spieglein, Spieglein an der Wand,
Wer ist die Schönste im ganzen Land?«

Da antwortete er wie vorher:
»Frau Königin, Ihr seid die Schönste hier,
Aber Schneewittchen über den Bergen
Bei den sieben Zwergen
Ist noch tausendmal schöner als Ihr.«

Als sie den Spiegel so reden hörte, zitterte und bebte sie vor Zorn. »Schneewittchen soll sterben«, rief sie, »und wenn es mein eigenes Leben kostet!« Darauf ging sie in eine ganz verborgene, einsame Kammer, wo niemand hinkam, und machte da einen giftigen Apfel. Äußerlich sah er schön aus, weiß mit roten Backen, daß jeder, der ihn erblickte, Lust danach bekam, aber wer ein Stückchen davon aß, der mußte sterben. Als der Apfel fertig war, färbte sie sich das Gesicht und verkleidete sich in eine Bauersfrau, und so ging sie über die sieben Berge zu den sieben Zwergen. Sie klopfte an. Schneewittchen streckte den Kopf zum Fenster heraus und sprach: »Ich darf keinen Menschen einlassen, die sieben Zwerge haben mir's verboten!« »Mir auch recht«, antwortete die Bäuerin, »meine Äpfel will ich schon loswerden. Da, einen will ich dir schenken.« »Nein«, sprach Schneewittchen, »ich darf nichts annehmen!« »Fürchtest du dich vor Gift?« sprach die Alte, »siehst du, da schneide ich den Apfel in zwei Teile; den roten Backen iß, den weißen will ich essen » Der Apfel war aber so künstlich gemacht, daß der rote Backen allein vergiftet war. Schneewittchen lusterte den schönen Apfel an, und als es sah, daß die Bäuerin davon aß, so konnte es nicht länger widerstehen, streckte die Hand hinaus und nahm die giftige Hälfte. Kaum aber hatte es einen Bissen davon im Mund, so fiel es tot zur Erde nieder. Da betrachtete es die Königin mit grausigen Blicken und lachte überlaut und sprach: »Weiß wie Schnee, rot wie Blut, schwarz wie Ebenholz! Diesmal können dich die Zwerge nicht wieder erwecken.« Und als sie daheim den Spiegel befragte:

»Spieglein, Spieglein an der Wand,
Wer ist die Schönste im ganzen Land?«

so antwortete er endlich:
»Frau Königin, Ihr seid de Schönste im Land.«

Da hatte ihr neidisches Herz Ruhe, so gut ein neidisches Herz Ruhe haben kann.

Die Zwerglein, wie sie abends nach Haus kamen, fanden Schneewittchen auf der Erde liegen, und es ging kein Atem mehr aus seinem Mund, und es war tot. Sie hoben es auf suchten, ob sie was Giftiges fänden, schnürten es auf, kämmten ihm die Haare, wuschen es mit Wasser und Wein, aber es half alles nichts; das liebe Kind war tot und blieb tot. Sie legten es auf eine Bahre und setzten sich alle siebene daran und beweinten es und weinten drei Tage lang. Da wollten sie es begraben, aber es sah noch so frisch aus wie ein lebender Mensch und hatte noch seine schönen, roten Backen. Sie sprachen: »Das können wir nicht in die schwarze Erde versenken«, und ließen einen durchsichtigen Sarg von Glas machen, daß man es von allen Seiten sehen konnte, legten es hinein und schrieben mit goldenen Buchstaben seinen Namen darauf und daß es eine Königstochter wäre. Dann setzten sie den Sarg hinaus auf den Berg, und einer von ihnen blieb immer dabei und bewachte ihn. Und die Tiere kamen auch und beweinten Schneewittchen, erst eine Eule dann ein Rabe. zuletzt ein Täubchen. Nun lag Schneewittchen lange, lange Zeit in dem Sarg und verweste nicht, sondern sah aus, als wenn es schliefe, denn es war noch so weiß wie Schnee, so rot wie Blut und so schwarzhaarig wie Ebenholz. Es geschah aber, daß ein Königssohn in den Wald geriet und zu dem Zwergenhaus kam, da zu übernachten. Er sah auf dem Berg den Sarg und das schöne Schneewittchen darin und las, was mit goldenen Buchstaben darauf geschrieben war. Da sprach er zu den Zwergen: »Laßt mir den Sarg, ich will euch geben, was ihr dafür haben wollt » Aber die Zwerge antworteten: »Wir geben ihn nicht für alles Gold in der Welt.« Da sprach er: »So schenkt mir ihn, denn ich kann nicht leben, ohne Schneewittchen zu sehen, ich will es ehren und hochachten wie mein Liebstes.« Wie er so sprach, empfanden die guten Zwerglein Mitleid mit ihm und gaben ihm den Sarg. Der Königssohn ließ ihn nun von seinen Dienern auf den Schultern forttragen. Da geschah es, daß sie über einen Strauch stolperten, und von dem Schüttern fuhr der giftige Apfelgrütz, den Schneewittchen abgebissen hatte, aus dem Hals. Und nicht lange, so öffnete es die Augen, hob den Deckel vom Sarg in die Höhe und richtete sich auf und war wieder lebendig. »Ach Gott, wo bin ich?« rief es. Der Königssohn sagte voll Freude: »Du bist bei mir«, und erzählte, was sich zugetragen hatte, und sprach: »Ich habe dich lieber als alles auf der Welt; komm mit mir in meines Vaters Schloß, du sollst meine Gemahlin werden.« Da war ihm Schneewittchen gut und ging mit ihm, und ihre Hochzeit ward mit großer Pracht und Herrlichkeit angeordnet. Zu dem Feste wurde aber auch Schneewittchens gottlose Stiefmutter eingeladen. Wie sie sich nun mit schönen Kleidern angetan hatte, trat sie vor den Spiegel und sprach:
»Spieglein, Spieglein an der Wand,
Wer ist die Schönste im ganzen Land?«

Der Spiegel antwortete:
»Frau Königin, Ihr seid die Schönste hier,
Aber die junge Königin ist noch tausendmal schöner als ihr.»

Da stieß das böse Weib einen Fluch aus, und ward ihr so angst, so angst, daß sie sich nicht zu lassen wußte. Sie wollte zuerst gar nicht auf die Hochzeit kommen, doch ließ es ihr keine Ruhe, sie mußte fort und die junge Königin sehen. Und wie sie hineintrat, erkannte sie Schneewittchen, und vor Angst und Schrecken stand sie da und konnte sich nicht regen. Aber es waren schon eiserne Pantoffel über Kohlenfeuer gestellt und wurden mit Zangen hereingetragen und vor sie hingestellt. Da mußte sie in die rotglühenden Schuhe treten und so lange tanzen, bis sie tot zur Erde fiel.




✎ In time for Märschenspielwettbewerb, I chose to rummage the internet for some facts about the Grimm brothers. Wilhelm and Jacob Grimm are well known for their folk and fairytales. They originally wrote many of the timeless tales we know such as Rapunzel, Little Red Hiding Hood, Snowhite and the Seven Dwarves, and many more. We are more familiar with the Disney versions fed to us during our childhood. Apparently, the Grimms brothers wrote over 200 tales to date. More detailed information about the brothers and their original works are available on-line in http://www.pitt.edu. 



Dienstag, März 01, 2011

Day 40. Übungen 8 (Berlin sehen)

Berlin


Today we started with another chapter, where we would learn the following:
  • Berliner Sehenswürdigkeiten kennen
  • nach dem Weg Fragen, den Weg beschreiben
  • von einer Reise erzählen
  • eine Postkarte schreiben
  • Präpositionen in, durch, über + Akkusativ; zu, an... vorbei + Dativ
  • das Modalverb woollen
  • Konsonanten: r und l


We also had an audio exploration of Berlin. The class started discussing for Märchenspeilwettbewerb that will happen on March 11. We chose to stage Sneewittchen (Gebrüder Grimm).

✎ My personal wordbank: 
(Seite 22 auf Kursbuch).
Die Berlin-Exkursion.



Bus Linie100
Die Berlin-Exkursion hat Tradition. Jedes Jahr fahren Studented aus Jena nach Berlin. Im Programm ist immer ein Spaziergang durch das Regierungsviertel. Die Studenten wollen das Parlament besightigen, über einen Flohmarkt bummeln, und am Abend wollen sie ins Theater gehen. Ein Hit ist dem Bus vom Bahnhof Zoo bis Alexanderplatz fahren. Viele Sehenswürdigkeiten liegen an der Linie 100. Eine Stadtrundfahrt mit der Linie 100 ist billig. Aber der Bus ist oft sehr voll. Besonders beliebt ist die erste Reiher oben. Hier kann man gut fotografieren. 





Montag, Februar 28, 2011

PHILIPPINEN: Ein wunderschönes und chaotisches Land

This is a report of my friend, a German exchange student staying here for 10 months. I asked permission from him if I may repost his report on my portfolio. Many thanks, Philipp!



Der lange Flug nach Manila, via Dubai, sollte eigentlich schrecklich werden mit der steigenden Sehnsucht nach Freunden und Familie und mit dem Bewusstsein, dass man nun für zehn Monate von zu Hause fern bleiben wird.  So zu mindestens hatte ich es mir vorgestellt.  Aber stattdessen war ich einfach nur voller Vorfreude und Spannung, nicht zuletzt wegen des angenehmen Fluges in der Emirates Economy Class.
Angekommen im tropischen Manila, mussten meine deutschen Freunde, zwei Thailänderinnen, eine Spanierin, eine Schweizerin und ich erst einmal eine gute Stunde auf unsere französischen AFS-Austauschschüler warten, welche es sich in der Flughafen Lounge gemütlich gemacht hatten. Anschließend ging es auf eine dreistündige Autofahrt quer durch das von Staus gequälte Manila.
Am nächsten Tag hatten wir unser „Arrival Camp“.  Hier wurden essentielle Themen besprochen, wie man sich gegenüber den Landesbewohnern zu verhalten hat bzw. was man unbedingt vermeiden sollte. Leider musste ich im Camp erfahren, dass meine geplante Gastfamilie Pläne hegten wieder nach Manila zurück zu ziehen und entschieden sich, mich besser nicht aufzunehmen. Diese Familie hat allerdings bis heute keine Anstalten gemacht, tatsächlich nach Manila zu ziehen.  Glücklicherweise hat sich dann meine jetzige Familie schon am nächsten Tag bereit erklärt mich aufzunehmen. Allerdings bekam ich keine Informationen über meine neue zukünftige Familie, und ich konnte mich im Grunde auf nichts vorbereiten. Aber das war in Ordnung für mich.
Ich habe einfach versucht, damit klar zu kommen, das ich mich gerade in einer von 17 Millionen Menschen besiedelten Region befinde, rund 10.000 Kilometer von zu Hause entfernt bin und gerade von einem Taifun heimgesucht werde und dennoch mich auf alles Neue freuen sollte.
Nach meinem eineinhalb Stunden Flug nach Tacloban City, einer mittelgroßen Stadt die 221.000 Einwohner zählt, direkt am Meer gelegen und von einer super schönen Natur umgeben, folgte gleich ein zweiter Schreck. Am Flughafen in Tacloban wurde ich nicht von meiner Gastfamilie sondern von deren engsten Freunden abgeholt und ohne weitere Erklärungen zu meiner zukünftigen Schule, St. Therese Educational Foundation of Tacloban Inc. (STEFTI) gebracht. Nach kurzer Zeit wurde mir bewusst, dass einer meiner Eltern dort angestellt sein muss. Als ich in das „Auditorium“ der Schule gebracht wurde, wurde ich dann auch meiner Gastmutter vorgestellt, die an der Schule als Lehrerin angestellt ist.
Es war ein ganz seltsames Gefühl als ich zum ersten Mal meine neuen „Eltern“ und meine drei jüngeren Gastschwestern kennen lernte. Sie sahen super sympathisch aus, dennoch hatte ich nicht sofort das Gefühl der Geborgenheit, welches ich normalerweise von Eltern gewohnt bin. Im Gegenteil, ich war schüchtern. Ich fühlte mich nicht in der Lage, meine Gastmutter und meinen Gastvater zu umarmen, wie ich es mir eigentlich ausgemalt hatte, stattdessen schüttelte ich ihnen einfach die Hand und lächelte, wenn auch wenig überzeugend.
Mein erster Schultag war aufregend und lustig. Als ich mit meiner AFS-Partnerin Emma, normale Kleidung tragend und als einzige Weiße, durch die Horden von Schuluniform tragenden Kindern zu unserem zukünftigen Klassenraum gebracht wurden, fühlte ich mindestens 1000 Augen auf mich und Emma gerichtet und hörte Getuschel und Gekicher von jeder Ecke. Um zu gestehen, genoss ich es. Es war, als wäre man ein Star unter seinen Fans. Nur eines störte mich, wir wurden beide sofort als „Amerikano“ abgestempelt, was hier zu Lande aber total normal ist und woran ich mich auch recht schnell dran gewöhnte. Im Klassenraum war es nicht viel anders, obwohl ich in einer Ecke ein paar Jungs entdeckte die nicht wirklich neugierig waren, welche aber schon bald meine engsten Freunde werden sollten. Meine beiden „Advisors“, welche die Rolle der Klassenlehrer einnehmen, begrüßten mich sofort, stellten sich vor und schickten mich umgehend an die Front, um mich selbst erst einmal bekannt zu machen. Schon jetzt  ging es los, dass ständig jemand eine Frage stellen wollte, oder am liebsten alle zu gleich, sodass meine Lehrerin entschied, dass ich mich auf meinen Platz setzen solle und einfach geduldig die Fragen beantworten solle. Die Fragen waren zum Beispiel, wie groß ich sei, ob ich eine Freundin hätte, warum ich mich entschieden hätte, auf die Philippinen zu gehen, ob es mir hier gefällt, ob ich finde das Filipinas attraktiv sind und vieles mehr.
Nachdem wir zu Mittag gegessen hatten, hatte ich meine ersten Unterrichtsstunden. Meine Fächer sind Mathematik, Englisch, Physik, Filipino, eine Art Politik & Wirtschaft (in Filipino gelehrt), MAPEH (Music, Arts, Physical Education and Health), Religion, Computer und eine Art Hauswirtschaftslehre, welches ich kurzer Hand als das unnötigste Fach erklärte, da ich hier lernte, wie man T-Shirts färbt, kocht und Bilder für Gott malt. Fünf Mal gemeinsam in der Schulzeit (7:30-16:40 Uhr) zu beten, gehört auch zu meinem Schulalltag, genau wie die „Flag ceremony“, welche jeden Schultag einleitet.
Zu Anfangs gefiel mir der neue Unterricht sehr gut. Es war ziemlich einfach, und ich empfand es als angenehm, wie der Unterricht aufgebaut war. Ein Lehrer kam in die Klasse, schrieb ein paar Hilfen an die Tafel und stellte uns anschließend Aufgaben, welche es zu lösen galt. Wenn man es nicht fertig brachte, diese Aufgaben in der Stunde zu lösen, hatte man auch noch bis an das Ende des Schultages Zeit. Aber nach drei Monaten wurde mir diese Routine viel zu langweilig, ich fing an, die Debatten, Diskussionen, generell den auf mündliche Arbeit basierenden Unterricht, welchen ich aus Deutschland gewohnt war, zu vermissen. Zudem, was ich aber seltsamerweise nicht als unangenehm empfand, kam, dass der Unterricht schwerer wurde, sodass ich mich nun wirklich anstrengen musste, um gute Noten zu schreiben. Was ich aber an dem Philippinischen Schulsystem sehr mag ist, dass alle paar Wochen eine Aufführung von Schülern stattfindet. Sei es tanzen, singen oder schauspielern. Diese „ungewöhnlichen“ Aktivitäten gehören dennoch zum Unterricht und werden somit auch benotet.
Nun geht es an die Vorbereitung für unsere „JS-Prom“  (ein Ball, welcher unter den 4th Year High School Schülern und 3rd Year High School Schülern stattfindet). Ähnlich wie man es aus amerikanischen Filmen kennt, ist auch hier jeder Schüler dabei Tänze einzustudieren, die besten Kleider auszuwählen, und die Mädchen sind nervös und fragen sich welcher Junge sie bittet, ihn zu begleiten.
Damit würde ich gerne den Schulteil abschließen und zu meinem Alltag und Familienleben kommen.
Die Familie ist auf den Philippinen ganz klar das Allerwichtigste. Es ist ganz wichtig, der Familie genügend Zeit zu widmen und man muss den Familienmitgliedern und deren Freunde vollsten Respekt zeigen. Die „Lolas und Lolos“ (Großmutter und Großvater) sind in der Familie sozusagen die Oberhäupter. Sie entscheiden, ob etwas gut oder schlecht für einen wäre und ob man sich mit jemandem des anderen Geschlechtes treffen darf, ob man auf Partys gehen darf und welche Schulnoten mit nach Hause bringen soll. An diese Regeln sollte man sich auch halten, um Vertrauen zu gewinnen und ein schönes Familienklima zu schaffen. Wie ich es jetzt beschrieben habe, hört es sich nach wenig Freiheit an. Aber so ist es nicht. Die Großeltern sind meist sehr verständnisvolle, großzügige und liebende Menschen. Meine Lolas und Lolos unterstützen mich in fast allem und lieben und schätzen mich. Was sie mir allerdings nicht erlauben, ist eine Freundin zu haben. Die Regel ist, man sollte in keiner Beziehung sein, bevor man nicht fertig ist mit studieren.
Der zweitwichtigste Teil der Familie sind die Eltern. Ähnlich wie in der alteuropäischen Vorstellung, ist auch auf den Philippinen die Frau mehr der Rolle der Hausfrau und dem Mann die Rolle des Geldverdieners zugeteilt. Obwohl viele Frauen auch zusätzlich arbeiten. Philippinische Eltern sind liebevoll, kümmernd und behütend. Sie wollen ihre Kinder immer in Sicherheit wissen, was oft eine sehr umfangreiche Kontrolle von Freunden, Orten und Anderem zur Folge zieht. Meine Gasteltern versuchen mir den Alltag so angenehm und leicht zu machen wie nur möglich. Das heißt auch, dass sie mich selten aufwecken, oder erst dann wenn es schon zu spät ist und dass ich kaum arbeiten muss oder im Haushalt nicht helfen muss. Damit ist Selbstdisziplin notwendig. Wenn ich pünktlich zur Schule will, muss ich mir den Wecker stellen, wenn ich gute Noten in meinen Arbeiten haben möchte, muss ich ohne Aufforderung dafür lernen. Im Klartext, Disziplin ist immer gewünscht, man kann sogar Plakate überall sehen die darauf hinweisen wie wichtig Disziplin ist, aber in Realität wird Disziplin nicht so wirklich unterstützt und auch nicht stark gefordert. Sprich, man muss stark aufpassen, dass man hier nicht zum Faulpelz wird. So wie ich finde hört es sich alles sehr anstrengend an, aber der Schein trügt. Das Familienleben hier auf den Philippinen ist etwas sehr besonderes und auf jeden Fall eine gute Erfahrung.
Mein Alltag besteht aus Schule, Fußball, Internet und SMS-schreiben. Nach der Schule sind bei allen Schülern die außerschulischen Aktivitäten an der Reihe. Das wären unzählige Sportarten, aber auch akademische Aktivitäten, wie etwa Debattieren oder der „Science Club“. Alle diese Aktivitäten spielen sich auf dem Schulgelände ab und obwohl sie „außerschulische Aktivitäten“ heißen, haben sie Einfluss auf die Schulnoten. Um spätestens 18:00 Uhr sind schließlich alle Schüler fertig und gehen in der Regel nach Hause, was auch daran liegt, dass die Eltern oft es nicht gut finden wenn man anschließend noch ausgehen möchte. Was wohl die beliebteste Beschäftigung  der Filipinos ob jung oder alt ist, ist im Internet zu surfen, stundenlang auf Facebook alle möglichen Profile anzuschauen, oder Musik zu hören. Nebenbei wird dazu noch fleißig SMS geschrieben, sodass ich zum Beispiel in meinen sechs Monaten Aufenthalt knapp 10000 SMS empfangen und bestimmt 7000 versendet habe. Junge Filipinos und Filipinas sind zwar sehr offene, zugängliche, hilfsbereite und freundliche Leute, sie sind aber alle ein wenig selbstgefällig und sehr stolz, wenn ihnen jemand ein Kompliment macht, oder ihnen etwas gut gelungen ist. Das heißt man muss immer genau aufpassen was man zu ihnen sagt oder ihnen schreibt. Vor allem (in meinem Fall) Mädchen nehmen es sehr ernst wenn man ihnen ein Kompliment macht und denken oft schnell genug, dass man was von ihr wolle und erzählen dies gerne herum. Eine Sache, welche mir persönlich lange Zeit eine Menge kleiner  Probleme bereitet hat.
In  meinem letzten Teil möchte ich nochmal darauf zu sprechen kommen, ob es sich lohnt auf die Philippinen kommen, oder gegebenenfalls sogar hier ein Austauschjahr zu verbringen.
Wenn man hier her kommt, stellt man sich immer die traumhaftesten Strände, ein Wald aus Palmen und vielen anderen exotischen Pflanzen und ein angenehmes warmes und sonniges Klima vor. Diese Vorstellung ist richtig. Nur wenige Minuten von jedem Ort auf den Philippinen kommt man zu einem schönen Strand, und Palmen gibt es sowieso überall, wo man hinschaut. Die Natur ist einfach Wahnsinn. Aber man darf nicht vergessen, dass es sich bei den Philippinen um ein Dritte-Welt-Land handelt. Wenn man durch die nicht immer sonderlich sauberen Straßen läuft, sieht man eben nicht nur schöne Häuser, man sieht auch viele Slums und Baracken. Viele arme Menschen, von welchen viele auf den Straßen leben, frei herumlaufende Hunde die, auch überfahren, lange auf den Straßen zu finden sind, wird man auch garantiert öfters bemerken. Man muss sich auch darauf einstellen, dass man mit Sicherheit die ein oder andere Ratte und mehr als genug Kakerlaken sehen wird. Es mag nicht das sein, was man sich erhofft von einem Auslandsjahr, gerade wenn man aus einem so wohlhabenden Land wie Deutschland kommt. Aber man lernt daraus. Man lernt es zu schätzen, wie gut es einem geht und man lernt damit zu leben, weniger zu haben. Es ist eine gute und hilfreiche Erfahrung.
Ich habe schon besprochen, dass es durchaus sein kann, dass man ein wenig fauler wird, da Disziplin nicht stark gefordert wird. Aber auch das hilft. Wer in der Schule nicht als Dummkopf oder Versager dastehen will, sollte gute Noten zeigen. Sprich, man muss Selbstverantwortung zeigen oder sie entwickeln.
Unter all diesen schwierigen Situationen, die es zu meistern gilt, gibt es natürlich auch die unglaublich guten Aspekte der Philippinen. Zum einen ist es eine bunt gemischte Kultur, welche stark an die amerikanische gelehnt ist, aber auch von der spanischen, japanischen und chinesischen Kultur beeinflusst ist. Ein solch vielfältiger Mix erweitert den Horizont ungemein. Filipinos werden mit der englischen Sprache aufgezogen, dadurch beherrschen sie sie wie eine Muttersprache. Natürlich sehr hilfreich vor allem wenn man sich dazu entscheidet ins Ausland zu gehen um Englisch zu lernen. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass man in der Schule viel lernt. Und es ist nicht immer dasselbe als dass, was man in Deutschland lernen würde. Das ist zwar ein Nachteil für die Zeit, wenn man wieder zurück kommt, da man alles nachholen muss, aber im Endeffekt weiß man dadurch dann mehr als die deutschen Schulkollegen.
Philippinische Städte, wie Manila, Cebu City, Davao oder Tacloban City sind nicht wirklich ansehnlich. Sie sind recht langweilig und mit kaum kulturell bekannten oder wichtigen Stätten versehen. Aber sie sind in der Nähe dieser Stätten. Nur 2000 Kilometer entfernt liegt Bangkok, welches man schon für unter 100 € von Manila aus erreichen kann.  Nur ein bisschen weiter ist dann schon Singapur und Kuala Lumpur, welche man auch für nur kleines Geld erreichen kann. Und das fantastische Hong Kong, was ich mir selbst auch angeschaut habe, liegt nur 1000 Kilometer entfernt, ein Distanz vergleichbar mit Frankfurt nach Palma de Mallorca, kann man wenn man Glück hat, für nur 50 € besuchen.
Und schließlich munkelt man doch, dass es auf den Philippinen die schönsten Frauen gibt. Nun ja, dies kann ich nur bestätigen.
An dieser Stelle ist es mir sehr wichtig, der Deutsche Bank AG ein großes „Dankeschön“  zu sagen. Mit deren großzügiger Unterstützung ich all dies erfahren durfte.
Credits: Philipp N., 
Deutschland - Philippinen 2010/11 
Stipendiat der Deutschen Bank AG